AH News

AH-Ausflug 2015

11 Alte Herren müsst Ihr sein!

Pünktlich zum Ende der Oktoberfestwoche in München machte sich eine elfköpfige Gruppe aus der AH des VfR Umkirch auf den Weg nach Maisach vor den Toren Münchens, um in knapp drei Tagen ein interessantes und abwechslungsreiches Besuchsprogramm abzuspulen. Maisach liegt nicht weit entfernt von der Ortschaft Jesenwang, von deren AH-Mannschaft diese Gegeneinladung ausging.

Nach der Anfahrt über die Bodenseeroute mit einem Frühstückspicknick in den Obst- und Weingärten bei Meersburg und dem Einchecken im Hotel in Maisach hieß es am Freitagmittag gleich Erfahrungen mit dem hervorragenden S-Bahn-System im Großraum München zu sammeln und einen Besuch des Kloster Andechs in Angriff zu nehmen. Nachdem man sich zunächst mit der eigenen Vesper und einem (oder zwei?) zünftigen Maß im Biergarten des Klosters bei sommerlichen Temperaturen gestärkt hatte, mussten wir feststellen, dass wir am Tisch nicht die einzige Gruppe aus dem Breisgau waren. Dass sich in der anderen Gruppe auch noch eine frühere Klassenkameradin eines jetzigen Umkircher Gemeinderates befand, sorgte für genügend Gesprächsstoff. Ein Klosterrundgang und die anschließende 5km lange Wanderung nach Herrsching am Ammersee wurde nicht nur mit einem weiteren Maß, sondern vor allem mit einem wunderschönen Sonnenuntergang belohnt.

Der Abend wurde mit einer ausgiebigen S-Bahn-Fahrt quer durch München und dem im zweiten Anlauf gelungenen Besuch des lauschigen Restaurants ‚Dicke Sophie‘ im Stadtteil Johanneskirchen erfolgreich zum Abschluss gebracht.

Am Samstagvormittag stand bereits um 10 Uhr (Uff!) ein Fussballmatch auf Kleinfeld in Jesenwang auf dem Programm. Nach anfänglicher Überlegenheit der Gastgeber, die sich auch in Toren ausdrückte, legten wir dann unsere Beklommenheit (oder war es noch Benommenheit?) ab und erspielten uns einige schöne Chancen. Aber es war ein bischen wie Bayern München gegen Borussia Dortmund: Die einen machen die Tore, die anderen rennen vergeblich rum. Das 8:2 für die Gastgeber trübte aber in keiner Weise die Stimmung, die auch dadurch aufgeheitert wurde, dass ein ungeplanter Besuch eines der größten Oldietreffen Bayerns just an dem Tag in Jesenwang stattfand. Nichts wie hin und in Ehrfurcht vor manchem Auto, Trecker. Motorrad oder auch Moped erstarrt, die vor allem bei den ‚älteren‘ AH (60+) eine Reihe von Jugenderinnerungen an das erste eigenen Moped oder Auto weckten.

Nun hieß es sich allerdings sputen und zügig zurück nach Maisach zu fahren, um dort pünktlich zur Besichtigung der kleinen Privatbrauerei J. Sedlmayr (bayerischer geht’s nimmer) einzulaufen. Nach einer ‚trockenen‘ Führung durch den Braumeister hieß es anschließend, sich bei deftiger Kost im brauereieigenen Brauhäusl das Kellerbier munden zu lassen.

So gestärkt legten wir im Hotel eine kleine Pause ein, bevor es dann mit der S-Bahn via Münchens Innenstadt ging. Tobi Mutter, Vater der Ausflugsplanung, wollte uns aber zwischendrin noch ein fußläufiges Streiflicht von der Wies’n gönnen und hieß uns am S-Bahnhof Hackerbrücke aussteigen. Das Eintauchen in das „Juwel der bajuwarischen Willkommenskultur“ (so der Spiegel diese Woche) hätte im Vielfachen Wortsinn eindrucksvoller nicht ausfallen können. Allerdings wurde es an der Hackerbrücke dann von der Polizei auch schon wieder für beendet erklärt, die Neuankömmlinge wie uns wissen ließ, dass es keinen Sinn mache, das Wiesn‘-Gelände aufzusuchen, weil der Zugang wegen Überfüllung gesperrt sei.

Also auf der Hacke kehrt gemacht und Richtung Hauptbahnhof und Marienplatz zu Fuß weiter. Doch schon nach wenigen hundert Metern hieß es, mal einen Blick in den Biergarten des Augustinerkellers zu werfen, um sich dort unter geschätzt dreitausend Besuchern noch ein Plätzchen zu suchen und die Feldstudien zu bayerischen Trinkgewohnheiten eben hierhin zu verlegen. Eine nicht so berauschende Mahlzeit im eigentlichen Augustinerkeller und eine nächtliche Absackervisite in Münchens Viertel um den Marienplatz rundeten einen ereignisreichen Tag ab.

Die Rückfahrt aus Bayern (bei Regen) sollte dann eigentlich durch ein mittägliches Essen in Bodmann am Bodensee (Baden-Württemberg und Sonnenschein) mit dem Anschauen des Baden-Derby’s Karlsruhe gegen Freiburg ein abschließendes Stimmungshighlight setzen, was in der 90 Minute des Spiels tatsächlich Wirklichkeit zu werden schien. Den Rest kennt jeder.

Summa summarum: Ein toller AH-Ausflug, für dessen hervorragende Zielwahl und Organisation Tobi Mutter und Lars Beiter ein besonderer Dank gilt.

2016 heißt es dann wahrscheinlich: Auf nach Bruges und Bordeaux und vielleicht das Europameisterschaftsfeeling im neuen Stadion von Bordeaux miterleben!

Ein AH (60+)

Brauhäusl